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Kunst

Kunst im öffentlichen Raum


Seit Mitte der 80-er Jahre wird der Kunst im öffentlichen Raum in der Stadt Munster besondere Beachtung geschenkt und in vielfacher Hinsicht große Bedeutung beigemessen. Bis dahin gab es eine Bärengruppe (Beton) in der Brucknerstraße, die eine private Wohnungsbaugesellschaft hatte aufstellen lassen. Vor dem ehemaligen Dienstgebäude der Staatlichen Bauleitung am Emminger Weg, wo sich heute ein Fitnes-Studio befindet, stand und steht eine sehr moderne Fassung zweier in sich verschlungener Kraniche aus einem Kunststoff.


Schildkrötergruppe zwischen den Schulgebäuden auf dem Süllberg
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Schildkrötengruppe

Die Bundeswehr hatte um 1965 herum eine Schildkrötengruppe aus Beton der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt, die schließlich ihren Platz zwischen den Schulgebäuden auf dem Süllberg gefunden hat. 1961 wurde das neue Rathaus fertiggestellt. Für den Innenhof des Verwaltungsgebäudes stiftete die Kreissparkasse einen bronzenen Kranich, der 1987 einen neuen Standort im Mühlenteich bekommen hatte und seit 1998 im Mühlenkolk auf Beute lauert.





Gänsebrunnen auf dem Marktplatz
Fotografiert von: Otto Elbers
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Gänsebrunnen (Foto: Otto Elbers)


1967 erhielt Munster die Stadtrechte. Die Soldaten der Garnison, die sich immer auch ihrer Kommune gegenüber verbunden fühlten, stifteten ihrer Garnisonstadt aus diesem Anlass einen schlichten Stadterhebungsbrunnen. Er wurde auf dem Friedrich-Heinrich-Platz errichtet, musste aber 1991 bei der Umgestaltung dieser Anlage wieder abgetragen werden. 1983 begannen die Arbeiten zur Um- und Neugestaltung der Innenstadt. Nach intensiven Diskussionen in der Bevölkerung und den kommunalen Gremien wurde der für den Marktplatz geplante reine Architektenbrunnen schließlich 1985 als Gänsebrunnen des Hannoveraner Künstlers Bernd Maro ausgeführt. Die Einweihung dieses Brunnens am 19. Oktober 1985 löste in der Bevölkerung eine wahre Begeisterung aus und ermunterte alle Verantwortlichen, der Kunst im öffentlichen Raum mehr Platz zu geben.


Enthüllung der Schäfergruppe
Fotograf: Otto Elbers
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Enthüllung Schäfergruppe (Foto: Otto Elbers)

Bereits ein Jahr später, bei der Einweihung der neu gestalteten Innenstadt, wurde die Schäfergruppe von Josef Baron aus Unna-Hemmerde wieder unter dem Beifall der Bevölkerung enthüllt. Es war ein Geschenk der Kreissparkasse Soltau.

Eingescheite Schäfergruppe im Winter.
Fotografin: Sonja Koops
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Eingeschneite Schäfergruppe (Foto: Sonja Koops)







Glasskulptur Luft und Wasser
Glaskünstler: Milan Vobruba
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Glasskulptur Luft und Wasser

Inzwischen hatte der Glaskünstler Milan Vobruba für den Lichthof des Rathauses Luft und Wasser geschaffen, die bis dahin größte Glasskulptur im Freien in Deutschland.



Lili-Marlen-Gruppe am westlichen Ende der Wilhelm-Bockelmann-Straße
Fotograf: Otto Elbers
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Lili-Marlen-Gruppe (Foto: Otto Elbers)


Am Vorabend des 20. Stadtgeburtstages wurde nicht nur diese sensationelle Glasplastik enthüllt, sondern die Einwohner und die Soldaten der Garnison hatten sich zu diesem Jubiläum noch ein weiteres Kunstwerk geschenkt: die Lili-Marleen-Gruppe von Klaus Homfeld aus Bremen. Fast die gesamten Kosten waren durch Spenden aufgebracht worden. Sie steht am westlichen Ende der Wilhelm-Bockelmann-Straße etwa an der Stelle, wo sich seit 1893 bis kurz vor dem 2. Weltkrieg das Tor zum „Truppenlager bei Munster in Hannover“ befunden hatte. Dieser Fassung des Themas „Lili Marleen“ war ein interessanter Entwurfswettbewerb vorausgegangen.




Die Bundeswehr hatte inzwischen vor dem gemeinsamen Dienstgebäude von Truppenübungsplatzkommandantur und Standortverwaltung eine überlebensgroße Figurengruppe aus rotem Sandstein aufstellen lassen. Sie stellt eine liegende Frau und eine sitzende, die Frau beschützende Männergestalt dar. Geschaffen wurde diese Skulptur von dem Steinbildhauer Dietmar Scharfe aus Diessen am Ammersee.



Kein geringerer als Ministerpräsident Ernst Albrecht enthüllte am Freitag, dem 13. Mai 1988, am Tage der Eröffnung der 1. Landesausstellung NATUR IM STÄDTEBAU, die Bronzeplastik
Junge mit Schnecke
Fotograf: Otto Elbers
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Junge mit Schnecke (Foto: Otto Elbers)

"Der Junge mit der Schnecke" von Fritz Thomas-Gottesberg. Zum Programm dieser Landesausstellung gehörte das Bildhauersymposion 1988, zu welchem die Stadt Munster Studierende der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig und der Fachhochschule Hannover Fachbereich Design Bildende Kunst eingeladen hatte. Die Begegnung mit den jungen Künstlerinnen und Künstlern Martina Bothe, Anette Lauer, Andrea Ostermeyer, Brigitte Rabe, Jürgen Scholz, Rolf Sextro, Rudolf Strecker, Gino Tavernini und Wolfgang Temme während ihres öffentlichen Arbeitens rund um den Mühlenteich gestaltete sich zu einem interessanten Erlebnis für beide Seiten: hier Studierende im ausgehenden 20. Jahrhundert und dort eine Einwohnerschaft, die mit zeitgenössischer Kunst so gut wie nicht vertraut war. Das Symposium wurde zu einer Schule des aufeinander Zugehens, des Gespräches über Unverstandenes, der Toleranz. Alle 9 Objekte, Feindschaft, „Örtzewurm“, „Meteoriten“, Beton - Erdgußformen, Munsteraner Verbindungen, „Giraffe“, Ein Leben sichtbar machen, 7 Lichtspalten und Lemminge Variationen konnten Dank der Unterstützung von Sponsoren erworben werden und können größtenteils noch am ursprünglichen Aufstellungsort besichtigt werden. Der „Örtzewurm“ musste bereits ein Jahr später „beerdigt“ werden. Für den Verbleib der „Munsteraner Verbindungen“ am Süllberg reichte die gewachsene Toleranz auf Dauer dann doch nicht aus. Sie wurden an den Böttcherteich versetzt. Über Andrea Ostermeyer, deren „Meteoriten“ an die Danziger Straße verlegt wurden schreibt inzwischen eine staunende Fachpresse, dass sie Preise und Stipendiate sammele, wie andere Wanderabzeichen. Am 20. Oktober 1989 wurde in der Nähe der Schwanenbultbrücke über die Örtze die Bronzeplastik Intervall von Fritz Thomas-Gottesberg enthüllt. In den Jahren 1986 und 1987 wurden in die Modernisierung und Erweiterung des Sportparkes Osterberg etwa 7 Millionen DM investiert. Kunst am Bau war zwar ins Auge gefaßt worden, aber konnte zunächst nicht realisiert werden.



Phalanx der Läufer
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Phalanx der Läufer

Im Sommer 1991 konnte indes Bürgermeister Alfred Schröder in Anwesenheit der Künstlerin Karin Hertz aus Hamburg die Bronzeplastik Phalanx der Läufer enthüllen. Nach dem Umbau des Freibades zum Allwetterbad wurde die Skulptur in den Sportpark Osterberg versetzt.



Niedersachsenbrunnen
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Niedersachsenbrunnen

Am 20. Oktober 1991 wurde nicht nur der Grundstein für die neue Stadtbücherei auf dem Friedrich-Heinrich-Platz gelegt, sondern auch das bisher größte Kunstwerk in der Stadt, der Niedersachsenbrunnen von Professor Jos Pirkner, enthüllt. Das Pferd ist das Wappentier Niedersachsens und in ihrer Anzahl von 8 stehen sie für die 8 früher selbständigen Gemeinden, die heute die Stadt Munster bilden. Einen Bezug zur gegenüber liegenden Bibliothek schuf der Künstler dadurch, dass er dem größeren der 8 Pferde Pegasusflügel wachsen ließ.


Der Niedersachsenbrunnen
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Niedersachsen Brunnen (Foto: Otto Elbers)

Als Niedersachsen 1994 in Munster den Niedersachsentag feierte, präsentierte der Niedersächsische Städtetag in der Rathausgalerie Munster eine Ausstellung mit Werken zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler aus Patenstädten niedersächsischer Städte. Dazu gehörte auch die Arbeit von Christian Behrens Brücken der Begegnung. Sie wurde von 3 Geschäftsleuten gekauft und der Stadt geschenkt. Sie ist am Rathaus vor dem Eingang zum Bürgeramt und zur Touristinformation zu finden. Die Darstellung währe unvollständig, würde abschließend nicht noch auf zwei Kunstwerke in Bundeswehrliegenschaften hingewiesen werden. Zunächst steht Ohne Titel, ein mehr als eigenwilliges Werk von Havoli im Lager Trauen. Eigenwillig deshalb, weil er dieses Kunstwerk bei der Entwurfspräsentation so darstellte, als sei es geeignet, das Geheimnisvolle und Mystische der Hl. Barbara zu verkörpern.Vor dem Scharnhorsthaus in der Panzertruppenschule steht Einer wacht!, ein modernes aber sehr eindrucksvolles Kunstwerk aus brasilianischem Granit. Seit 1997 befindet sich, Dank des Kunstsinnes eines Apothekeninhabers, das Mädchen aus Heiligenstadt , eine Kleinplastik von Walter Tuckermann, an der Ecke Breloher Straße/ Ernst-Pernoll-Straße.

Die internationale Ausstellung GLASPLASTIK UND GARTEN Munster, Lüneburger Heide -, hat sich seit ihrer ersten Ausstellung im Jahre 1996 zur weltweit größten Präsentation von Glaskunstwerken für den Garten gemausert. Die Ausstellung fand bis 2010 alle zwei Jahre statt. Nunmehr wird sie in 3-Jahres-Rythmus durchgeführt. Die 9. Internationale Ausstellung GLASPLASTIK UND GARTEN findet 2013 statt.
http://www.glasplastik-und-garten.de



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